Jagdklar
Sachgebiet 5 von 6

Jagdhundewesen

Haltung, Erziehung und Führung von Jagdhunden, Jagdhunderassen und ihre Eigenschaften, die Brauchbarkeitsprüfung und der Tierschutz beim Hundeeinsatz.

Abschnitte und Fragenzahlen

Abschnitte von Sachgebiet 5 laut Fragenkatalog (Stand 12.05.2026)
AbschnittFragen
5.1 Haltung, Erziehung und Führung von Jagdhunden75
5.2 Jagdhunderassen und ihre Eigenschaften50
5.3 Brauchbarkeitsprüfung (des Landesjagdverbands Bayern)9
5.4 Aspekte des Tierschutzes bei der Jagdausübung und dem Hundeeinsatz12

Die Nummern im Antwortblatt (65-80) stammen aus dem amtlichen Antwortblatt des LMG; welche Fragen aus einem Abschnitt drankommen, legt die Prüfungsbehörde fest.

Beispielfragen aus Sachgebiet 5

Wörtlich aus dem amtlichen Fragenkatalog (Stand 12.05.2026), grün markiert die Musterlösung. Die Erklärungen stammen von uns.

Frage 5-129 · 5.3

Welche der nachgenannten Leistungen werden von den Jagdhunden auf der Brauchbarkeitsprüfung für die allgemeine Brauchbarkeit zur Nachsuche auf Niederwild und Schalenwild verlangt?

  1. a)Schweißarbeit✓ richtig
  2. b)Suche
  3. c)Verlorenbringen✓ richtig
  4. d)Vorstehen
  5. e)Gehorsam✓ richtig
  6. f)Stöbern

Musterlösung: a, c, e (3 richtige Antworten) · Stand 12.05.2026, amtlicher Fragenkatalog

Erklärung (Jagdklar): Für die allgemeine Brauchbarkeit zur Nachsuche auf Niederwild und Schalenwild werden Schweißarbeit, Verlorenbringen und Gehorsam verlangt. Suche, Vorstehen und Stöbern sind Arbeiten vor dem Schuss und hier nicht gefordert.

Frage 5-139 · 5.4

Ist es zulässig, Jagdhunde zum Zwecke der Ausbildung auf Katzen zu hetzen?

  1. a)Nein, da es den tierschutzrechtlichen Vorschriften widerspricht✓ richtig
  2. b)Ja, aber nur im eigenen Revier
  3. c)Ja, aber nur bei Anwesenheit eines Verbandsrichters zur Feststellung der Schärfe

Musterlösung: a · Stand 12.05.2026, amtlicher Fragenkatalog

Erklärung (Jagdklar): Nein. Das Tierschutzgesetz verbietet, ein Tier auf ein anderes zu hetzen oder es an einem anderen lebenden Tier auf Schärfe abzurichten oder zu prüfen. Das gilt auch im eigenen Revier und in Anwesenheit eines Richters. Quelle: § 3 Satz 1 Nr. 7 TierSchG; § 3 Satz 1 Nr. 8 TierSchG

Frage 5-27 · 5.1

In welchem Alter sollen Hundewelpen erstmals einer Wurmkur gegen Spulwürmer unterzogen werden?

  1. a)Innerhalb der ersten 10 Tage
  2. b)Nach den ersten 10 Tagen✓ richtig
  3. c)In der achten Lebenswoche

Musterlösung: b · Stand 12.05.2026, amtlicher Fragenkatalog

Erklärung (Jagdklar): Nach dem amtlichen Katalog werden Welpen erstmals nach den ersten 10 Lebenstagen gegen Spulwürmer entwurmt. Bis zur achten Woche zu warten ist zu spät, weil die Welpen schon vor der Geburt und über die Milch infiziert werden.

Frage 5-92 · 5.2

Welche der nachgenannten Vorstehhunde werden üblicherweise kupiert?

  1. a)Deutsch Kurzhaar✓ richtig
  2. b)Weimaraner Kurzhaar✓ richtig
  3. c)Pointer
  4. d)Deutsch Langhaar

Musterlösung: a, b (2 richtige Antworten) · Stand 12.05.2026, amtlicher Fragenkatalog

Erklärung (Jagdklar): Bei Deutsch Kurzhaar und Weimaraner Kurzhaar wird die Rute üblicherweise kupiert; für jagdlich zu führende Hunde lässt das Tierschutzgesetz dies unter engen Voraussetzungen zu. Pointer und Deutsch Langhaar werden nicht kupiert. Quelle: § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Buchst. b TierSchG

Frage 5-130 · 5.3

Wie lang ist die Haarwildschleppe bei der Brauchbarkeitsprüfung?

  1. a)50 m
  2. b)150 m
  3. c)300 m✓ richtig
  4. d)600 m

Musterlösung: c · Stand 12.05.2026, amtlicher Fragenkatalog

Erklärung (Jagdklar): Nach der Prüfungsordnung ist die Haarwildschleppe bei der Brauchbarkeitsprüfung 300 m lang.

Frage 5-142 · 5.4

Auf einer Bewegungsjagd beobachten Sie einen Jagdhund mit einem Gerät mit Antenne, das er an einer Halsung trägt. Um was handelt es sich dabei vermutlich?

  1. a)Elektro-Reizgerät, um z.B. Anschneiden oder ein Überjagen des Hundes zu unterbinden
  2. b)GPS-Ortungsgerät, um den Hund bei Bedarf suchen zu können✓ richtig
  3. c)Anti-Bell-Halsung für waidlaute Hunde

Musterlösung: b · Stand 12.05.2026, amtlicher Fragenkatalog

Erklärung (Jagdklar): Das Gerät mit Antenne ist vermutlich ein GPS-Ortungsgerät, mit dem der Führer den Hund bei Bedarf suchen kann. Elektroreizgeräte sind nach dem Tierschutzgesetz grundsätzlich unzulässig; eine Anti-Bell-Halsung ist hier ebenfalls nicht gemeint.

Alle 146 Fragen dieses Sachgebiets, mit Erklärung und Lernplan, gibt es in der App.

Quellen